Rheindelta 6.,7.2.2012
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CRO

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Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-08 22:55
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Eine nette Exkursion brachte mich mit Sergej Ucakar, Matthias Schmidt, Uli Lindinger, Sabine Zelz und Benjamin Watzl diesen Montag und Dienstag im Rheindelta zusammen. Wettermäßig hatten wir großes Glück - herrlicher Sonnenschein und kaum Wind, während es im Osten anscheinend ziemlich heftig herging... Als erstes Ziel war der rechte Rheindamm drann - natürlich mit dem Gedanken, auch die eine oder andere Schneeammer zu beobachten.
Sergej´s Augen sei Dank - im Schnee sind Schneeammern gar nicht leicht auszumachen:
Erstaunlich nahe am Damm schwammen zahlreiche Enten, darunter auch der eine oder andere Leckerbissen: zu 73 per BirderSMS gemeldeten Samtenten gesellten sich später noch 5 weitere - hier ein Schuss in die Menge:
und noch einmal:
und hier ein Detail:
in der näheren Umgebung weiters 7,1 Eiderenten mind. 24 Bergenten ca. 10 Zwergsäger 1 ad. Sterntaucher 2m Löffelenten 1m Kolbenente ca. 10 Krickenten 2 Bergpieper 2 Bachstelzen und 2 Rotkehlchen, die plötzlich in unsere Richtung flogen:
zum Ablesen gabs Gott sei Dank auch etwas. Hier der Radolfzeller Höckerschwan RL0501:

und hier mein persönliches Highlight der Reise: Österreichs 2. halsberingtes Blässhuhn "V12" - ein bischen früher und ich hätte die Kiste Bier von Günther Wöss bekommen...

aber vielleicht spendiert mir ja die Marion ein Fläschen ihres Gewinns ;)
Am Nachmittag wurden wir durch die Lokalmatadoren Hubert Salzgeber und Jürgen Ulmer begleitet. Gemeinsam fanden wir zwischen Glashaus und Rohrspitz: einige Singschwäne (1 blaue Halsmanschette war für eine Ablesung leider knapp zu weit weg) 1 Raubwürger 1,1 Kornweihen ca.15 Spießenten eine große dunklelmantelige Möwe...meine erste adulte Mantelmöwe in Österreich! Das Belegbild ist mehr schlecht als recht - die Finger waren mir schon fast eingefroren und ein Digiscoping-Adapter war nicht zur Hand...
Am darauffolgenden Tag ging es mit Uli Lindinger, Sabine Zelz und Benjamin zuerst ins fast gänzlich zugefrorene Harder Binnenbecken: die Mission, möglichst viele Ringe abzulesen scheiterte. Bei den Lachmöwen waren anscheinend wirklich keine Ringträger dabei. Die vielen Sturmmöwen und wenigen Steppenmöwen ließen sich nicht wirklich begeistern. Nur wenn ein großes Stück Toastbrot flog, war Bewegung zu spüren...auf den unzähligen Bilder war leider kein Ringtreffer festzustellen...
Am Gaissauer Hafen war nicht wirklich viel los - der Wind begann kräftiger zu werden...die Stimmung war aber noch nicht am Nullpunkt
Ein Großer Brachvogel war entfernt zu hören.
Eine letzte Chance, zumindest einen Möwenring zu knacken, bot sich in Bregenz, wo dann nur mehr Benjamin und ich Energien aufbringen konnten. Belohnt wurden wir duch eine Teilablesung einer slowakischen und einer Komplett-Ablesung einer Hiddensee-Lachmöwe. Erfinderisch steckten wir alte Brotscheiben in die Schlitze eines Holzstegs, in der Hoffnung, dass die Möwen an diesem Problem länger zu kiefeln hatten...im Tumult merkte ich gar nicht, dass diese Großmöwe (Silber- oder Mittelmeer-) einen Ring getragen hat:

Vielleicht kann ja Wolfgang Schweighofer seinen Senf zu dieser Brotmöwe abgeben - bei Metallringen von Großmöwen hab ich nämlich so gut wie keine Erfahrung.
Zum Abschied flogen noch 4 Brandgänse vorbei:
Good Birding Christoph ROLAND/bird.at
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Wolfgang Schweighofer


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Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-08 23:52
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CRO: Vielleicht kann ja Wolfgang Schweighofer seinen Senf zu dieser Brotmöwe abgeben - bei Metallringen von Großmöwen hab ich nämlich so gut wie keine Erfahrung.
Bedauerlicherweise muss da auch ich passen - von der Ringhöhe würde Kroatien gut passen, aber das ist es ganz sicherlich nicht. Dumm gelaufen - wenn man den quasi vor der Nase hat und sogar unabsichtlich fotografiert ;-)
Zum Trost kann ich sagen: Mir ist es heute in St. Pölten nicht besser gegangen: optimale Bedingungen an der Traisen mit viel Eis und vielen Lachmöwen, diese aber sowas von unberingt!. Am Ende hab ich dann ganz oben bei den letzten 3 Möwen doch noch einen Ring gesehen, natürlich auf der anderen Seite, winzig klein und in der Sonne funkelnd. Da schien sogar mein 300er + Konverter machtlos. Zu Hause konnte ich die Bilder dann doch brauchbar herrichten, aber: Die letzte Stelle nirgends drauf. HA10.87x aus Litauen, vielleicht sieht sie ja noch jemand....

Dafür dann am Kremser Donaueis eine Traum Möwenpalette bei schönem Nachmittagslicht, mit gesamt 9 Ringen; auch die holländische Sturmmöwe dank unserem Sturmmöwenspezialisten Helmut wieder dabei, die übrigens Frank Majoor gehört und nicht R.J. Buijs.
Wie toll der Fund ist, geht aus der ringfundekarte von F. Majoor für von ihm winterberingte Sturmmöwen hervor:
Ringfundekarte Sturmmöwen F. Majoor
VG Wolfgang
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MatthiasRHD

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-09 17:57
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Hallo
Freut mich, dass ihr im Rheindelta so viele tolle Beobachtungen hattet. Vor allem die Samtenten finde ich toll. Ich konnte leider erst 4 Samtenten in meiner Birderkarierre beobachten.
Zum Singschwan mit Halsring kann ich nur sagen, dass es sich vermutlich um OE22 handelt.
Lg Matthias
PS: Gratuliere zur Mantelmöwe, konnte ich in Österreich noch nie beobachten. |
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CRO

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-09 19:25
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Hallo Matthias!
OE22 wurde diesen Winter erst 2x abgelesen: am 29.12.2011 von Christine Thielen und Ruth Jenni am 1.1.2012 von Martina Staufer. Im Februar 2010 und 2011 haben wir diesen lettischen Singschwan auf unserer Ring-Reading-Tour auch schon ablesen können!
Solltest du zusätzliche Ablesungen gemacht haben, wäre eine Meldung an ring(ÄT)birdlife.at super. Sonst gehen die Daten für Österreich verloren. Vielleicht schaffst du ja auch mal Ablesungen von div. Möwen am Bodensee...uns sind ja einige Vögel durch die Lappen gegangen...
l.g.Christoph ROLAND/bird.at
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MatthiasRHD

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-10 12:20
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Hallo
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich diesen Ring dieses Jahr selbst schon 2 mal abgelesen habe, auch von Stephan Trösch weiß ich von einer sicheren Ablesung und soweit ich mich erinnern kann, konnte Richard Kratzinger den Vogel auch schon ablesen. Ein anderes Ind. mit Halsmanchette ist mir aus diesem Jahr noch nicht bekann!
Allgemein muss ich sagen, dass ich noch nicht wirklich auf den Geschmack des Ringreading gekommen bin. Natürlich werde ich aber leicht ablesbare Farbringe oder Halsmanchetten melden. Dies mache ich häufig aber nur auf Ornitho.ch.
LG aus dem Rheindelta Matthias |
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Wolfgang Schweighofer


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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-10 13:12
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In Österreich abgelesene Ringe auf ornitho.ch zu melden, ist etwa so ähnlich, wie sie ins Nirwana zu schicken. Österreichische Ringe gehören zentral in Österreich gemeldet, verwaltet und ausgewertet!
Ich habe auch die letzten Jahre verschiedene Leute angeschrieben, jedoch nie mit Erfolg, zumeist auch ohne Antwort, wie etwa bei Trösch oder Seitz. Der einzige, von dem ich Steppenmöwendaten bekam, was Stephane Aubry.
VG Wolfgang
Geändert von Wolfgang Schweighofer am 10.Feb.2012 13:15 |
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MatthiasRHD

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-10 17:32
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Hallo Wolfgang!
Natürlich wäre es viel besser, wenn Ringe in Österreich gemeldet werden. Ich kann das verstehen. Aber wie schon gesagt bin ich nicht wirklich auf Ringe fixiert. Und wenn mir zum Beispiel eine Schnabelmarkierung einer Ente auffällt, dann gib ich sie einfach auf Ornitho unter Bemerkungen an. Egal, ob es für Österreich einen Sinn macht oder nicht.
Ich muss dir aber auch wiedersprchen, denn für mich ist es nicht so als ob sie in Nirwana geschickt werden, da man für die meißten Ringe die Daten und die Herkunft des Rinträgers automatisch erhält, wenn man sie auf Ornitho meldet.
Lg Matthias
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Wolfgang Schweighofer


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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-10 19:20
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MatthiasRHD: Ich muss dir aber auch wiedersprchen, denn für mich ist es nicht so als ob sie in Nirwana geschickt werden, da man für die meißten Ringe die Daten und die Herkunft des Rinträgers automatisch erhält, wenn man sie auf Ornitho meldet.
Schön für dich! Es ist aber nicht der Sinn der wissenschaftlichen Vogelberingung, dass Daten in Privatarchiven vergammeln. Diese Diskussion wäre wohl in allen anderen europäischen Ländern, die längst über eigene Beringungszentralen verfügen, unvorstellbar. Es wäre etwa so, wie wenn der Janos Soproni die Ringfunde seiner Mülldeponie hier in bird.at diskutiert und damit ist die Sache erledigt. Natürlich hat er sie schon längst seiner Zentrale geschickt, die auch die Abwicklung des Fundes durchführt und die Daten speichert. So soll das funktionieren und so macht es Sinn.
Eine andere Sache ist es, wenn dich die Ringe an sich nicht so interessieren. Ein gestandener Ornithologe aber wird vielleicht nicht gerade auf Ringjagd gehen, Nebenbeiablesungen aber der zuständigen Stelle melden.
Also ich liebe Vorarlberger Bergkäse, bin gern das eine oder andere Mal dort (meist Libellen, kaum Vögel), aber der Umgang mit den Daten, insbesondere bei den Ringfunden, ist dort anscheinend schon recht seltsam. Das Bodenseegebiet ist diesbezüglich eher ein Problemfeld, das hab ich bei den Möwendaten gemerkt.
VG Wolfgang
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MatthiasRHD

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-11 17:36
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Es ist ja nicht so, dass ich die Nebenbeiablesungen nicht melde. Aber einen Singschwan zu melden von dem ich weiß, dass ihn wahrscheinlich schon 50 Ornithologen gesehen haben, muss meiner Meinung nach nicht sein. Und ich kann ja nicht wissen, dass nur 2 Personen wirklich eine Meldung dazu abgegeben haben.
Welche weiteren Daten außer den Ringfunden meinst du??
LG Matthias |
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Wolfgang Schweighofer


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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-11 21:16
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Es steht ja eh schon da, dass ich "insbesondere Ringfunde" meine, die anderen gehen mich noch weniger an (für Ringfunde bin ich ja auch nicht mehr zuständig).
Man stelle sich mal vor, wir muntern die Schweizer Bodensee-Ornis auf, Daten jedweder Art ausschließlich in ein österreichisches Meldesystem zu melden. Ob das lang gutgehen würde?
Zum Singschwan noch: Da sich das jetzt wahrscheinlich alle 50 gedacht haben, kann es dann im schlimmsten Fall gar keiner sein, der ihn meldet...
VG Wolfgang
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MatthiasRHD

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-11 22:12
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Hallo
Meiner Meinung nach ist es nicht wichtig, ob die Daten in ein Schweizer oder in ein deutsches Portal eingegeben werden. Ich kann nur sagen, dass das Deutsche und das Schweizer Portal sehr viel attraktiver sind, als das österreichische Melden an Birdlife. Ich habe natürlich Frau Kilzer auch schon Daten zur Verfügung gestellt, allerdings hört man nie wieder etwas von diesen Daten. Im Gegensatz zur Oab, die alle Daten, die auf Ornitho eingegeben werden, verwendet, um den Rundbrief zu erstellen.
Außerdem wäre es sicher möglich die österreichischen Daten von Ornitho für Birdlife zu verwenden. (Auch die Inatura Dornbirn erhält inzwischen alle Daten Vorarlbergs)
Um zum Schluss zu kommen glaube ich, dass diese Diskussion ewig weitergeführt werden kann, bis wir alle einstimmig zugeben müssen, dass in Österrich in vielen Dingen aufgeholt werden muss. :)
Lg Matthias
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martin811

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RE: Rheindelta 6.,7.2.2012, 2012-02-11 22:48
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MatthiasRHD: [...] dass in Österrich in vielen Dingen aufgeholt werden muss. :)
Dem kann (oder muss) man leider voll und ganz zustimmen!
LG Martin |
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